Neues Handy mit Windows 10 Mobile: Erste Schritte

Wir zeigen auf, wie die Ersteinrichtung des neuen Windows-10-Mobile-Smartphones klappt und was bei der Inbetriebnahme des Smartphones zu beachten ist. Dabei geben wir auch Tipps zur Individualisierung und zur Sicherheit.
Neben Android und iOS gehört auch Windows 10 Mobile nach wie vor zu den wichtigen Smartphone-Betriebssystemen. Die Nutzerbasis ist zwar deutlich kleiner als auf den beiden großen Plattformen. Spannend sind Windows-Handys dennoch, zumal sie sich optimal ins Microsoft-Ökosystem einfügen. Für Software-Entwickler sind die Geräte ebenfalls interessanter geworden, da es möglich ist, Universal-Apps zu programmieren, die auf dem Smartphone, auf dem Tablet und auf dem Desktop gleichermaßen funktionieren.
Spitzenmodelle wie das Microsoft Lumia 950 und das Acer Liquid Jade Primo, die vor einem Jahr noch für mehr als 500 Euro gehandelt wurden, sind inzwischen schon für weniger als 300 Euro erhältlich. Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es auch nach wie vor neue Smartphones mit Windows 10 Mobile, so zum Beispiel von HP und Alcatel. Für das kommende Jahr wird außerdem von Microsoft das Surface Phone erwartet.

Auch Dual-SIM-Handys mit Windows 10 Mobile verfügbar

Anders als das Apple iPhone sind Smartphones mit dem Windows-Betriebssystem auch in einer Dual-SIM-Version verfügbar. Das heißt, es lassen sich zwei Mobilfunkanschlüsse parallel betreiben. Das ist unter anderem von Vorteil, wenn geschäftliche und private Telefonate voneinander getrennt werden sollen oder wenn parallel zu einer SIM-Karte für Telefongespräche und den SMS-Versand eine zweite Betreiberkarte speziell für den mobilen Internet-Zugang verwendet werden soll.
Sicher werden einige unserer Leser unter dem Weihnachtsbaum auch eines des Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem vorgefunden haben. Wir geben Ihnen im folgenden Text einige Tipps und Hinweise für den erfolgreichen Start mit Windows 10 Mobile mit auf den Weg.

Ersteinrichtung des Smartphones

Zum Start sollte(n) die SIM-Karte(n) eingelegt werden. So wird direkt nach dem Einschalten die Verbindung mit dem Mobilfunknetz hergestellt. Auch der Kontakt mit dem heimischen WLAN-Hotspot kann direkt nach der Inbetriebnahme des Telefons hergestellt werden. Das ist insofern sinnvoll, um nicht unnötig mobiles Datenvolumen schon während der Ersteinrichtung des neuen Telefons zu verbrauchen.
Ebenfalls ein wichtiger, wenn auch zunächst nicht zwingend notwendiger Schritt, ist die Verknüpfung des Smartphones mit einem bestehenden Microsoft-Konto oder das Anlegen eines neuen Accounts. Ohne diesen ist es beispielsweise nicht möglich, Apps aus dem Windows Phone Store zu laden.
Nach dem Abschluss der Ersteinrichtung bekommt man erstmals Kontakt mit der Kacheloberfläche, die sofort an Windows 10 am Tablet oder Desktop erinnert. Diese lässt sich individualisieren. Im Menü Einstellungen - Personalisierung - Start kann beispielsweise ein eigenes Hintergrundbild festgelegt werden. Unter Einstellungen - Personalisierung - Farben kann auch die Menüfarbe geändert werden.
Die Benutzeroberfläche des Startbildschirms kann ebenfalls angepasst werden. Kacheln lassen sich global größer oder kleiner darstellen und auch für einzelne Apps stehen oft mehrere Kachel-Größen zur Verfügung. Wählt man eine entsprechend große Darstellung, so werden bei vielen Anwendungen auch zusätzliche Informationen auf den Live Tiles angezeigt - etwa neue Tweets bei Twitter, die jeweils nächsten Termine im Kalender oder Bundesliga-Zwischenergebnisse bei Fußball-Apps. Die einzelnen Anwendungen lassen sich ferner in Ordnern gruppieren, um den Startbildschirm etwas übersichtlicher zu gestalten.
Neben dem Microsoft-Konto können weitere E-Mail-Adressen angelegt werden. Die eingehende elektronische Post lässt sich in der Outlook-Mail-App abrufen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, gemeinsame Posteingänge für mehrere E-Mail-Konten einzurichten.

Eigene Klingeltöne nutzen

Neben den bereits im Auslieferungszustand verfügbaren Klingeltönen können auch eigene MP3-Sounds eingebunden werden, um eingehende Anrufe zu signalisieren. Diese müssen im Ordner "Ringtones" des Smartphones abgelegt und im Menü anschließend ausgewählt werden. Wichtig: Es funktioniert nicht, den Klingelton beispielsweise per E-Mail oder den OneDrive-Onlinespeicher auf das Smartphone zu übertragen. In diesen Fällen bekommt man die Ruftöne im Menü nicht zur Auswahl angeboten. Es funktioniert dagegen einwandfrei, die Audio-Datei per Datenkabel vom PC auf das Handy zu übertragen und dann auszuwählen.
Bietet das Smartphone die Möglichkeit, den internen Speicher mit microSD-Karten zu erweitern, so kann der Besitzer nach Einlegen der Speichererweiterung festlegen, ob neue Apps, Downloads, Music etc. im internen Speicher oder auf der microSD-Karte abgelegt werden sollen. Die Konfiguration ist im Menü Einstellungen - System - Speicher möglich. Dabei gilt es zu beachten, dass sich - ähnlich wie bei Android - einige Anwendungen nicht auf die Speicherkarte auslagern lassen.

Smartphone vor unbefugtem Zugriff sichern

Das Smartphone kann im Menü Einstellungen - Konto - Anmeldeoptionen vor unbefugtem Zugriff gesichert werden. Dafür kann eine PIN festgelegt werden. Als bisher einziges Windows-Smartphone bietet das HP Elite x3 auch einen Fingerabdrucksensor, der zum Entsperren des Handhelds genutzt werden kann. Noch immer im Beta-Stadium befindet sich wiederum Windows Hello, also das System, das die Augen des Nutzers erkennen und das Smartphone dann entsperren soll.
Wie bei Android-Smartphones ist durch eine Gestenbewegung vom oberen Bildschirmrand nach unten das Menü für die Schnelleinstellungen zugänglich. Darunter werden alle eingehenden Mitteilungen - von der E-Mail über die WhatsApp-Nachricht bis hin zur Antwort auf ein Facebook-Posting angezeigt.
Hat man sich erst einmal mit den Grundfunktionen des neuen Smartphones mit Windows 10 Mobile vertraut gemacht, ist es an der Zeit, zusätzliche Apps im Windows Phone Store zu entdecken und zu installieren. Hier sind auch viele von Android und iOS bekannte Applikationen verfügbar.

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